Montag, 23. April 2007

Buenos Aires die Zweite

Freitag der 20. April, Cafe Biela, Recoleta, Buenos Aires

Im Hintergrund spielt eine Band Tangomusik, um uns herum Portenos, die sich angeregt unteerhalten, vor mir eine heisse Tasse Kaffee. Langsam spueren wir den Rhythmus der Stadt. Das Wetter ist gestern Nacht komplett umgeschlagen. Statt 30 Grad Sonnenschein, hat es heute Morgen geregnet, bei 15 Grad. So schnell kann das hier gehen. Die Tante von Alice, Eva, hat erzaehlt, dass letztes Jahr die Temperatur an einem Tag um 30 Grad gefallen ist. Verrueckte Stadt!
Nach dem Fruehstueck (ein kleines Fladenbrot mit Pfirsichmarmelade, echt traurig, wir vermissen das Faun) sind wir daher auch erst Mal in ein Internetcafe und haben unseren ersten Blogeintrag gemacht. Danach sind wir nach Recoleta gefahren und Alice hat ihre Tante angerufen. Das war sehr spannend, da sie sich noch nie in ihrem Leben gesehen haben und die Tante keine Ahnung hatte, dass wir in Buenos Aires sind. Zudem war sich Alice nicht sicher, ob die Adresse der Tante noch aktuell ist. Aber Letztendlich hat alles geklappt. Wir haben die Tante erreicht und ihr mit der Mitteilung, das wir in Buenos Aires sind, fast einen Herzinfarkt verpasst. So weit so gut. Ca. 15 Minuten spaeter waren wir dann bei ihr in der Wohnung, die zum Glueck auch in Recoleta ist. Die am Anfang etwas seltsame Atmosphaere, schliesslich haben sie sich noch nie gesehen, wandelte sich schnell zu einer freundlichen Unterhaltung. Nach einem Kaffee, fahren uns Eva (die Tante) und Mario (der Ehemann von Eva) zum Museo des Belles Artes, das eine sehr schoene Sammlung europaeischer und argentinischer Kuenstler besitzt. Inklusive eines Picasso, Gaugin, mehreren Degas, Monets und anderer interessanter Kuenstler. Nach dem Museumsbesuch laufen wir durch einen Park zu dem Cafe Biela, das uns die Tante von Alice empfohlen hat. Da in diesem Viertel hauptsaechlich reichere Leute wohnen, ist alles etwas teurer und auch wesentlich gepflegter als in der Innenstadt. Insgesamt war es ein sehr schoener Tag, trotz des schlechten Wetters.

Freitag, 20. April 2007

Buenos Aires 19.04.2007

Buenos Aires!!!
Wir haben einen Ozean ueberquert und sind beide das erste Mal in Suedamerika. Der Kulturschock bleibt vorerst aus. Es scheint zu stimmen, dass Buenos Aires die europaeischte Stadt Suedamerikas ist. Wir kommen uns ein bisschen wie in Spanien vor. Beim Verlassen der Flughafenhalle trifft uns fast der Schlag. 25 Grad, fast 80% Luftfeuchtigkeit und das um 9 Uhr morgens. Das kann ja lustig werden.
Nach ca. 40 min. Busfahrt erreichen wir das Hotel Cecil auf der Av. de Mayo. Ein Hostel, das vom Lonely Planet empfohlen wird. Leider haben den wohl auch ein paar andere Leute gelesen. Das Hotel ist komplett ausgebucht. Also weiter zum naechsten Hostel, das sollte "nur" 300 Hausnummern die Strasse runter sein. Und das bei sengender Hitze. Zum Glueck finden wir auf dem Weg ein anderes Hostel. Anscheinend treffen sich hier alle in Argentinien Urlaub machenden oder in der Diaspora lebenden Juden. Alles ist auf hebraeisch. Das Zimmer ist angenehm gross und sauber, das Doppelbett ok und aus der Dusche kommt warmes Wasser. Was will man mehr. Nur die angrenzende Strasse ist etwas laut. Etwa so als wuerde man in Muenchen auf der Leopoldstrasse am Siegestor sein Bett aufstellen und versuchen zu schlafen. In der Rush Hour. Im Sommer. Waehrend der WM. Naja wird schon werden, so kaputt wie wir wahrscheinlich heute abend sein werden, wird uns das herzlich egal sein.

Um 14 Uhr gehts los zur ersten Stadterkundung. Zuerst in die Fussgaengerzone "Florida". Die Strasse ist gefuellt mit Menschen als waeren alle "Portenos" auf einmal auf die Idee gekommen ein wenig zu shoppen und ihre gesamte Verwandschaft mitzunehmen. Wer denkt, das europaeische Staedte voll sind, hat das noch nicht gesehen. Nach einem kleinen Mittagessen

gehen wir gestaerkt weiter ueber die Fussgaengerzone "Lavalle" zum Plaza Roma". Der wird ueberschaut von einem wunderschoenen alten Baum auf einem kleinen Huegel. Eingerahmt von Hochhaeusern. Sehr idyllisch.


Von hier laufen wir zum Plaza de Mayo und stellen fest, dass der Marco Polo Fuehrer echt Scheisse ist! Von wegen Insider Tips. In diesem Moment wuenschen wir uns einfach ein paar Infos zu den Gebaeuden um uns herum.



Dafuer beobachten wir einen Chinesen, der mit stoischer Ruhe sein Stativ mit seiner Kamera positioniert, sich davor und dann in einer sehr kommunistischen, Moa-wuerdigen Haltung per Selbstausloeser Bilder von sich vor einem Gebaeude stehend macht. Sehr unterhaltsam. Als naechstes besuchen wir die Kathedrale am Platz. Bezeichnenderweise das kleinste Gebaeude am Platz. Nach einem kleinen Abstecher an den alten Hafen

und die Uni (wir kaufen eine Flasche Wasser in der Mensa) besuchen wir noch das Viertel San Telmo. Hier gibt es jede Menge Antiquitaeten und Schnick-Schnack-Laeden. Wir entdecken eine Pac-Man Lampe!!!

Am Plaza Dorrego essen wir gemuetlich zu Abend

und nehmen dann die U-Bahn zurueck zum Hostel. Angeblich hatte Buenos Aires als eine der ersten Staedte eine U-Bahn, Das scheint zu stimmen, einige der Zuege scheinen heute noch in Gebrauch zu sein!

Heil im Hotel angekommen, fallen wir halbtot ins Bett um Energie zu tanken fuer einen neuen Tag in Buenos Aires!!!

Wer mehr Fotos sehen will, kann ueber unsere Homepage auf den Button "Photoalbum" die gesamten Webalben anschauen.

...und weg sind sie!

Mittwoch den 18.04.2007 Flughafen Muenchen

Jetzt ist es also soweit. Wir sitzen am Flughafen in Muenchen und ich esse meinen letzten Schweinebraten mit Knoedel im Airbrau. Maria, Thomas und Christian sind auch hier, um uns abzuwinken. Um 19:40 Uhr fliegen wir endlich nach Madrid und von da aus weiter nach Buenos Aires.




Wir sitzen im Flugzeug nach Madrid. Die Reise hat gerade richtig begonnen. In 17 Stunden werden wir in Buenos Aires sein. Weiter weg von zu Hause als jemals zuvor. Das Gefuehl eine Weltreise zu beginnen, laesst sich nur schwer in Worte fassen. Eine Mischung aus Aufregung, Unglaeubigkeit, Freude und einem kleinen bisschen Angst vor all dem Neuen, Unbekannten, das da auf uns wartet. Wir werden 4 Kontinente bereisen, unsere Fuesse werden den Boden von 10 Laendern betreten. Die Eindruecke dieser Reise werden uns unser ganzes restliches Leben begleiten und unsere Wahrnehmung der Welt veraendern. Nach einem Jahr Vorbereitung faellt es schwer zu realisieren, dass wir schon mittendrin sind. Der Weg ist das Ziel! Was fuer ein unglaubliches Erlebnis.
Was uebrigens auch absolut unglaublich ist, ist der Sitzabstand in dem Flieger nach Madrid! Mein Vater koennte sich wahrscheinlich noch nicht einmal hinsetzen. Zum Glueck sind wir beide so klein. Ich habe zumindest die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir auf dem Flug nach Buenos Aires 5 Zentimeter mehr Platz haben werden, ansonsten werden das verdammt lange 14 Flugstunden.


Donnerstag 19.04 immer noch im Flugzeug

Der Platz fuer die Beine ist zwar auch nicht gerade ueppig aber ausreichend. Zumindest sind wir nicht mit Knoten in den Beinen aufgewacht. Wir erleben unseren ersten Sonnenaufgang unserer Reise im Flugzeug.


Unser kleiner Reisebegleiter ist auch schon ganz aufgeregt

und neugierig auf das was kommt.

Mittwoch, 18. April 2007

Countdown

Mittwoch den 18. April 2007 - Wir sind fast fertig mit den Vorbereitungen für unsere Weltreise. Unsere Rucksäcke sind viel zu schwer, die letzte Nacht habe zumindest ich schlecht geschlafen (Alice hat wie ein Stein gepennt) und wir sind ein bißchen aufgeregt. Aber so muss das ja auch sein, wenn man 4 1/2 Monate rumreisen will. Beim Gedanken an die Reise fange ich etwas zu schwitzen an und meine Hände zittern leicht. Alice sagt, dass ist ein gutes Zeichen! Um 19:40 Uhr gehts nach Madrid und dann um 24:00 Uhr ab nach Buenos Aires. 15 Stunden Flug. Puh!

Vielen Dank an alle, die mit uns am Samstag Abschied gefeiert haben. Wir hoffen, euch hat es genauso gut gefallen wie uns. Dummerweise waren wir dafür am Sonntag kaum in der Lage noch was vorzubereiten, irgendwie waren wir einfach zu kaputt. Die Bilder von der Party könnt ihr in unserem Photoalbum anschauen.

Der nächste Post kommt aus Buenos Aires!

Alice & Stefan